Open Linking:
Konzepte und Anwendungen

Marc André Selig

ZPID, Universität Trier

Diese Präsentation wurde in S5 erstellt und lässt sich auf jedem CSS2-kompatiblen Browser (z.B. Firefox, Mozilla, Opera) ansehen. Die Darstellung am Beamer wurde für Opera 7.54 bei einer Bildschirmauflösung von 1024x768 Pixeln optimiert.

Agenda

Warum Open Linking?

Suche in einer Bibliographie

Wunschtraum: Volltext

Problem

Klassisch: Datenbank!

Diesen Ansatz haben wir alle schon einmal gesehen:
Wir tragen die URL einfach in die Referenzdatenbank ein!

AU:Karl A, ...
TI:Reorganization of motor and somatosensory cortex in...
PY:2001
JBD:21
JHFT:10
PG:3609-3618
URL:http://www.jneurosci.org/cgi/content/abstract/21/10/3609

Klassisches Ergebnis: 404!

Besser: Plugins

Plugins für eine Datenquelle

Plugins für eine Datenquelle

Plugins für fünf Oberflächen

Plugins für fünf Oberflächen

Open Linking

Open Linking bedeutet:

Terminologie

OpenURL

OpenURL – Beispiel

http://sfx.zpid.de:9003/sfx_local
	?sid=infoconnex:zpid
	&__char_set=latin1
	&genre=article
	&aulast=Karl
	&atitle=Reorganization of motor and somatosensory cortex...
	&title=Journal of Neuroscience
	&volume=21
	&issue=10
	&spage=3609
	&epage=3618
	&date=2001
	&issn=0270-6474

(%20 als Whitespace dargestellt)

Vorteile des Open Linking

Appropriate Copy

Kontext-sensitives Linking

Fragen soweit?

Alle Folien sind ab Donnerstag verfügbar unter:
http://www.seligma.com/zpid/dipf1204/

Agenda

Resolver vor drei Jahren

Resolver heute (Auswahl)

SFX

SFX (Grafik)

Alle blau hinterlegten Elemente sind mit SFX fertig einkaufbar.

Besonderheiten von SFX

OpenURL in der Praxis (1)

Wir verlinken auf OpenURLs mit dem SFX-Emblem :

Das ist die Source, unsere bibliographische Datenbank.

OpenURL in der Praxis (2)

Nach Klick auf den Button erscheint das SFX-Menü:

Das ist der Open Link Resolver.

OpenURL in der Praxis (3)

OpenURL in der Praxis (4)

Targetvarianten (Auswahl)

  • Elektronische Volltexte
  • Pay-per-View-Dienste ("synchrone Lieferdienste")
  • "Asynchrone" Dokumentlieferdienste: SUBITO, British Library, CISTI, Infotrieve etc.
  • Lokale Dienste: z.B. OPAC, Bestellsysteme
  • Lokale oder vernetzte Datenbanken: z.B. Citation Services, Endnote o.ä.
  • Suchmaschinen

Fragen soweit?

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Agenda

  • Open Linking: Motivation und Konzept
  • Open Link Resolver in der Praxis
  • Überregionale Nutzung
  • Verteilte Rechteverwaltung

Überregionale Nutzung

  • Das ZPID betreibt SFX im Kontext der Informationsverbünde infoconnex und (bald) vascoda
  • Nutznießer sind sowohl institutionelle als auch individuelle Datenbankkunden des ZPID und seiner Partner
  • Diese überregionale Anwendung birgt besondere Herausforderungen

Lokale Dienste

  • Manche Bibliotheken haben eigene Dienste aufgesetzt, teilweise eigene SFX-Server
  • Häufig sind lokale Dienste für den Nutzer hochwertiger als überregionale
  • Wie können wir lokale Dienste in ein überregionales Angebot integrieren?
    • Nur zentraler Resolver: keine lokalen Dienste
    • Nur lokaler Resolver: keine zentralen Dienste
    • Gegenseitiger Austausch der Link Server – Kooperation nötig!

Unbekannte Lizenzsituation

  • Typische Situation: Universitätsbibliothek hat bestimmte Zeitschriften mit elektronischen Volltexten abonniert.
    Sie weiß,
    • welche Zeitschriften das sind
    • und über welchen Zugangsanbieter der Volltext erhältlich ist
  • Überregionaler Fall: Nutzer können von überallher kommen.
    • Welche Lizenzen hat der Nutzer?
    • Und über welchen Zugangsanbieter?

Zentrale Lizenzdatenbanken?

  • Lizenzdaten könnten zentral vorgehalten werden (EZB, ZDB)
    • Interaktion zwischen EZB/ZDB und Open Linking Systemen muss selbst geschaffen werden!
  • Lizenzdaten könnten lokal vorgehalten und an verteile Systeme übermittelt werden
    • Interaktion zwischen lokalen Datenbanken und Open Linking Systemen ist noch Zukunftsmusik (Shibboleth, siehe später)

Pay-per-View notwendig?

Typischer Fallback: Pay-per-View-Anbieter.

  • Hohe Priorität der Pay-per-View-Zugänge für offene Nutzergruppen!
  • Studenten nutzen Pay-per-View selten, da teuer.
    Niedergelassene Psychotherapeuten zahlen lieber fünf Euro für einen Artikel als zwanzig Euro für die Fahrt zur Bibliothek.
  • Aktuelle Entwicklungen im Bereich des Urheberrechts haben Dokumentlieferdienste zumindest für ausländische Kollegen schon stark eingeschränkt.

Umgang mit Pay-per-View

  • Dürfen wir dem Kunden solche Anbieter zeigen? (Unis ärgern sich, Forschungsunternehmen präferieren eigene Lösungen.)
  • Wenn ja, welche? (Die kanadische CISTI ist nicht für jeden deutschen Kunden adäquat.)
  • In welcher Priorität? (Was ist für wen wie teuer?)
  • Wer zahlt? Wie?

Fragen soweit?

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Agenda

  • Open Linking: Motivation und Konzept
  • Open Link Resolver in der Praxis
  • Überregionale Nutzung
  • Verteilte Rechteverwaltung

IP-Authentifizierung heute?

  • Traditionelle Identifizierung von Universitätsangehörigen durch Zuordnung von IP-Adressen an Universitäten
  • Billige Einwahlverbindungen und DSL: Viele Leute nutzen einen eigenen Internetzugang
  • Mobiles Internet: Viele Leute nutzen den Internetzugang des Telekommunikationsanbieters
  • In beiden Fällen erhalten sie eine universitätsfremde IP-Adresse und könnten lokale Ressourcen nicht mehr verwenden

Was tun?

  • Abonnements dürfen nur im Lesesaal genutzt werden? Elektronische Abonnements sind ohnehin zu teuer??
  • Nutzer könnten sich authentifizieren!
  • Sie müssten sich bei uns anmelden, mit dem Login der Uni.
  • Wir brauchen nur noch die Nutzerdatenbank der Uni, komplett mit Usernamen und Passworten.
  • Genauer: Wir brauchen die Daten von allen Unis, von denen wir Nutzer sehen könnten. Au!

Was tun? (2)

  • Geniale Idee: Die Nutzer melden sich nicht bei uns an, sondern bei ihrer eigenen Universität.
  • Wie gelangen die Nutzer dorthin? Wie gelangt die Anmeldung zu uns?
  • Trennung zwischen
    • Authentifizierung (wer bin ich?) und
    • Autorisierung (was darf ich?)
  • Nutzung von Identitätsdiensten der jeweiligen Universität
  • Shibboleth!

Shibboleth

Grafik aus http://shibboleth.internet2.edu/draft-internet2-shibboleth-arch-v05.html

  • SHIRE: SHibboleth Indexical Reference Establisher
  • WAYF: Where Are You From?
  • SHAR: SHibboleth Attribute Requester

Verteilte Authentifizierung

  • Das Modul "Where Are You From?" lokalisiert den Nutzer bzw. bittet ihn um manuelle Lokalisierung.
  • Universität authentifiziert den Nutzer und übermittelt ihm ein (pseudonymes) kryptographisches Handle
  • Universität autorisiert den Nutzer und assoziiert mit der Handle Attribute (z.B. "kann Springer-Zeitschriften über springerlink.com lesen")
  • Vertrauen zwischen Anbieter und Universität!

Shibboleth-Implementation

  • Fertige Bausteine für gängige Systeme verfügbar
  • Anbindung an lokale Authentifizierungsdienste (z.B. LDAP)
  • Anbindung an lokale Autorisierungsdatenbanken (z.B. ERM-Dienste)

Shibboleth-Problem

  • Wie lange wird es wohl dauern, bis alle deutschen Universitäten einen Handle Service und eine Attribute Authority aufgesetzt haben?
  • Ansatz der Universitäten Freiburg und Regensburg: Wir erweitern Shibboleth um die bekannte IP-basierte Identifizierung:
    • Wenn ein Nutzer sich über einen lokalen Shibboleth-Server ausweisen kann, soll er das tun
    • Ansonsten versuchen wir eine IP-basierte Identifizierung anhand der bekannten Datenbanken
    • Wenn auch das fehlschlägt, hat der Nutzer Pech gehabt.

Irgendwelche Fragen?

Alle Folien sind ab Donnerstag verfügbar unter:
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