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Twinkle und Ekiga sind zwei Softphones unter Linux, die mit Sipgate.de funktionieren.
Twinkle spricht mit seinen ausgiebigen, detaillierten Konfigurationsmöglichkeiten, dem nützlichen Log und den detaillierten Informationen zum Verbindungsaufbau den Techniker an. Die Inbetriebnahme ist am Ende aber gar nicht so furchtbar kompliziert, und das Programm funktioniert einwandfrei.
Twinkle unterstützt eine Vielzahl von Betriebsmodi. Besonders hervorzuheben ist die opportunistische Verschlüsselung von Gesprächen, sobald beide Gesprächspartner den verwendeten Standard unterstützen.
Leider wird Twinkle offenbar nicht mehr weiter entwickelt. :-(
Ekiga (das ehemalige GnomeMeeting) ist bei einer Installation mit Gnome als Benutzeroberfläche vermutlich schon mit dabei. Ekiga ist frech und flott konfiguriert und will sich damit gezielt an Einsteiger richten.
Leider zeigt sich hier, wie so oft, dass der undurchdachte Verzicht auf Komplexität am Ende mehr Probleme mit sich bringt. Die Implementation von STUN ist bei Ekiga z.B. so fehlerhaft, dass das Programm mit Sipgate normalerweise nur für abgehende Telefonate brauchbar ist.
Symptom ist dabei, dass ankommende Telefonate nicht möglich sind -- oder nur kurz nach dem Programmstart. Abhilfe bringt das Bearbeiten der Konfigurationseinstellungen außerhalb von Ekiga mit gconf-editor. Unter /apps/ekiga/general/nat muss der Key disable_stun aktiviert werden. Dann schickt Ekiga (beim typischen Einsatz mit NAT-Adressen hinter einem DSL-Router zu Hause oder einem UMTS-Modem unterwegs) zwar völlig unsinnige Daten an den Registrar, aber Sipgate kennt und umgeht das Problem.
Wer den gconf-editor schon offen und die Finger auf der Tastatur hat, kann bei der Gelegenheit gleich unter /apps/ekiga/protocols/ports die freigegebenen Portbereiche korrigieren. Auch das ist in den programmeigenen Konfigurationsdialogen nämlich nicht vorgesehen.
Ekiga und Privatsphäre? Ein Blick ins Log empfiehlt sich bei Ekiga nicht. Das Programm schickt nämlich alle dreißig Sekunden eine komplette Liste der eigenen Kontakte an den Registrar, um die "Presence"-Informationen zu abonnieren (wer von den Leuten, die ich kenne, ist gerade online?). Verschlüsselung? Fehlanzeige. Ausschalten lässt sich das nicht. Sipgate unterstützt diese Funktionalität nicht, weshalb Ekiga es unermüdlich immer wieder probiert.
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